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Ig Nene Gedichte.
Warcn's nicht dieselben Bäume,
Blumen, 5küsse, Licbesblicke?
Schien der M und nicht durch die BlätterUnsrcr Laube hier am Bache?
Hielten nicht die MarmorgötterVor dem Eingang stille Wache?
Ach! ich weiß, wie sich verändernDiese allzu Halden Träume,
Wie mit kalten SchneegewändernSich umhüllen Herz und Bäume;
Wie wir selber dann erkühlcnUnd uns fliehen und vergessen,
Wir, die jetzt sv zärtlich fühlen,
Herz an Herz sich zärtlich pressen.
28.
Küsse, die man stiehlt im DunkelnUnd im Dunkeln wiedergiebt,
Solche Küsse, wie bescl'genSie die Seele, wenn sie liebt!
Ahnend und crinnrnngsüchtigDenkt die Seele sich dabeiManches von vergangnen Tagen,Und von Zukunft mancherlei.
Doch das gar zu viele DenkenIst bedenklich, wenn man küßt; —Weine lieber, liebe Seele,
Weil das Weinen leichter ist!
29.
Es war ein alter König,
Sein Herz war schwer, sein Haupt war grau;Der arme, alte König,
Er nahm eine junge Frau.
Es war ein schöner Page,
Blond war sein Haupt, leicht war sein Sinn;Er trug die seidne SchleppeDer jungen Königin.