Übersetzungen aus Lord Byrons Werken.
Immer soll dein Herz noch schlagen,Meins auch, blut' es noch so sehr;Immer lebt der Schmerzgedankc:
Wieder sehn wir uns nicht mehr!?
Solche Worte schmerzen bittrer,Als wenn man nur Tote klagt;
Jeder Morgen soll uns findenIm verwitwet' Bett erwacht.
Suchst du Trost, wenn's erste Lallenlinsres Mägdleins dich begrüßt!
Willst du lehren „Vater" rufenSie, die Vaters Huld vermißt?
Wenn, umarmt von ihren Händchen,Dich ihr süßer Kuß entzückt,
Denke sein, der fern dich liebet,
Den du liebend einst beglückt!
Wenn du schaust, daß ihr GesichtleinMeinen Zügen ähnlich sei,
Zuckt vielleicht in deinem HerzenEin Gefühl, das mir noch treu.
Alle meine Fehltritt' kennst du,All niein Wahnsinn fremd dir blieb;All mein Hoffen, wo du gehn magst,Welkt, — doch geht's mit dir, mein Lieb
Jed' Gefühl hast du erschüttert;
Selbst mein Stolz, sonst felsenfest,
Beugt sich dir, — von dir verlassen,Meine Seel' mich jetzt verläßt.
Doch was helfen eitel Worte, —>Kommt ja gar von mir das Wort!Nur entziigelte GedankenBrechen durch des Willens Pfort'.
Lebe wohl! ich bin geschleudertFort von allen Lieben mein,
Herzkrank, einsam und zermalmet, —Tödlicher kann Tod nicht sein!