Druckschrift 
1 (1898) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
167
Einzelbild herunterladen
 

Anhang Merer Gedichte.2.

Ständchen eines Mauren.-)

Meiner schlafenden ZnleimaRinnt aufs Herz, ihr Thränentropfeu;Dann wird ja das süße HerzchenSehnsuchtsvoll nach Abdul klopfen.

Meiner schlafenden ZnlciinaSpielt umS Ohr, ihr Seufzer trübe:Dann träumt ja das blonde KöpfchenHeimlich süß von Abduls Liebe.

Meiner schlafenden ZuleimaStröm aufs Händchen, Herzblutguellc;Dann trägt ja ihr siißeS HändchenAbduls Herzblut, rot und helle.

Ach! der Schmerz ist stumm geboren,Ohne Zunge in dem Munde,

Hat nur Thränen, hat nur Seufzer,Und nur Blut aus Herzenswunde.

3.

Die Lehre.

Mutter zum Bienelcin:

Hiit' dich vor Kerzenscheiu!"

Doch was die Mutter spricht,Bienclein achtet nicht;

Schwirret ums Licht herum,Schwirret mit Sunnsum-snm,

Hort nicht die Mutter schrein:Bienelcin! Bienelcin!"

*) Die nachfolgende spätere Umarbeitung des Gedichtes findet sich in Nr.der WienerSonntagsblätter" vom 5. September 1347:

Ach! der Schmerz ist stumm geboren,Ohne Zunge in dem Munde,

Hat nur Thränen, hat nur Btnt,

Blut aus tiefer Todeswunde.

Der sterbende Almansor.

Auf die schlafende ZuleimaFallen Thränen, glühend heiße;Meiner Thränen Flut benetzetIhre Hand, die schwanenweiße.

Fällt mein Blut in roten Tropfen;Und sie seufzet schwer im Traume,Und das Herzchen hör' ich klopfen.

Auf die schlafende Znleima