186 Buch der Lieder,
Ich aber sitze und kaue verdrießlichEinen alten Hering, den salzigen TrösterIn Katzenjammer und Hnndetrübsal!
Unterdessen kämpft das SchiffMit der wilden, wogenden Flut;
Wic'n bäumendes Schlachtroß, stellt es sich jetztAuf das Hinterteil, daß das Steuer kracht,
Jetzt stürzt es kopfüber wieder hinabIn den heulenden Wasserschlund,
Dann wieder, wie sorglos licbematt,
Denkt es sich hinzulegenAn den schwarzen Busen der Riesenwelle,Die mächtig hcranbraust,
Und plötzlich, ein wüster Meerwasserfall,In weißein Gckränscl zusammenstürztUnd mich selbst mit Schaum bedeckt.
Dieses Schivanken und Schweben und SchaukelnIst unerträglich!
Vergebens späht mein Auge lind suchtDie deutsche Küste, Doch, ach! nur Wasser,Und abermals Wasser, bewegtes Wasser!
Wie der Winterwandrer des Abends sich sehntNach einer warmen, innigen Tasse Thee,
So sehnt sich jetzt mein Herz nach dir,
Mein deutsches Baterland!
Mag immerhin dein süßer Boden bedeckt seinMit Wahnsinn, Husaren, schlechten VersenUnd lanlig dünnen Traktätchen;
Mögen immerhin deine ZebrasMit Rosen sich mästen, statt mit Disteln;
Mögen immerhin deine noblen AffenIn müßigem Putz sich vornehm spreizen,
Und sich besser dünken, als all das andreBanansisch schwerhinwandclnde Hornvieh;Mag immerhin deine SchneckenversammlungSich für unsterblich halten,
Weil sie so langsam dahintriecht,
Und mag sie täglich Stimmen sammeln,
Ob den Maden des Käses der Käse gehört?Und noch lange Zeit in Beratung zichn,
Wie man die ägyptischen Schafe veredle,
Damit ihre Wolle sich beßreUnd der Hirt sie scheren könne wie andre,