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Buch der Lieder.
„Dvch die sel'ge Muhme sagte:
Wenn man spricht das rechte Wort,
Nächtlich zu der rechten Stunde,
Drüben an dem rechten Ort,
„So verwandeln sich die TrümmerWieder in ein Helles Schloß,
Und es tanzen wieder lustigRitter, Fraun und Knappcntroß;
„lind wer jenes Wort gesprochen,Dem gehöre» Schloß und LeuthPauken und Trompeten huld'gcuSeiner jungen Herrlichkeit."
Also blühen MärchenbilderAns des Mundes Rösclein,
Und die Augen gießen drüberIhren blauen Sternenschciu.
Ihre goldnen Haare wickeltMir die Kleine um die HändhGiebt den Fingern hübsche Namen,
Lacht und küßt, und schweigt am End'.
Und im stillen Zimmer allesBlickt mich an so wohlvcrtraut;
Tisch und Schrank, mir ist, als hätt' ichSie schon früher mal geschaut.
Freundlich ernsthaft schwatzt die Wanduhr,Und die Zither, hörbar kaum,
Fängt von selber an zu klingen,
Und ich sitze wie im Traum.
Jctzo ist die rechte Stunde,
Und es ist der rechte Ort;
Ja, ich glaube, von den LippenGleitet mir das rechte Wort.
Siehst du, Kindchen, wie schon dämmertUnd erbebt die Mitternacht!
Bach und Tannen brausen lauter,
Und der alte Berg erwacht.
Zitherklang und ZwergcnliedcrTonen aus des BcrgcS Spalt,
Und es sprießt, wic'n toller Frühling,
Draus hervor ein Blnmenwald; —