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1 (1898) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
125
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Aus der Harzreisc.

Tausend Ritter, wohlgcwnppnct,

Hat der hcil'gc Geist erwählt,

Seinen Willen zu erfüllen;

Und er hat sie mutbeseelt.

Ihre teuren Schwerter blitzen,

Ihre guten Banner Wehn!

Ei, du machtest wohl, mein Kindchen,Solche stolze Ritter sehn?

Nun, so schau mich an, mein Kindchen,Küsse mich, und schaue dreist;

Denn ich selber bin ein solcherRitter von dem heil'gcn Geist.

3.

Still versteckt der Mond sich draußenHinterm grünen Tannenbaum,

Und im Zimmer unsre LampeFlackert matt und leuchtet kaum.

Aber meine blauen SterneStrahlen auf in Heilerin Licht,

Und es glühn die PurpurröSlein,Und das liebe Mädchen spricht:

Kleines Völkchen, Wichtelmännchen,Stehlen unser Brot und Speck,

Abends liegt es noch im Kasten,

Und des Mvrgens ist es weg.

Kleines Völkchen, unsre SahneNascht es von der Milch, und läßtUnbedeckt die Schüssel stehen,

Und die Katze säuft den Rest.

Und die Katz' ist eine Hexe,

Denn sie schleicht bei Nacht und SturmDrüben nach dem Geisterberge,

Nach dein altverfallnen Turm.

Dort hat einst ein Schloß gestanden,Voller Lust und Waffenglanz;

Blanke Ritter, Frann und KnappenSchwangen sich im Fackeltanz.

Da verwünschte Schloß und Leute

Eine böse Zauberin;Nur die Trümmer bliebenUnd die Eulen nisten drin.

stehen,