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1 (1898) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
49
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Junge Leiden.

O süßcS Frätzchcn, wuudersüßcs Mädchen!Wie konnte mich dein klares Singlein täuschen?Wie könnt' dein Pfötchen mir das Herz zerfleischen?

O meines Kätzchens wnnderzartes Pfötchen!

Könnt' ich dich an die glühndeu Lippen Pressen,Und könnt' mein Herz verbluten unterdessen!

8.

Wie ntthm' die Armnt bald bei mir ein Ende,Wüßt' ich den Pinsel kunstgerecht zu führenlind hübsch mit bunten Bildern zu verzierenDer Kirchen und der Schlösser stolze Wände.

Wie flösse bald mir zu des Goldes Spende,

Wüßt' ich auf Flöten, Geigen und KlavierenSo rührend und so fein zu musizieren,

Daß Herrn und Damen klatschten in die Hände.

Doch, ach! mir Armen lächelt Mammon nie;

Denn leider, leider! trieb ich dich alleine,

Brotloseste der Künste, Poesie!

Und ach! wenn andre sich mit vollen HumpenZum Gotte trinken im Champagnerweine,

Dann muß ich dürsten, oder ich muß pumpen.

9.

Die Welt war nur nur eine Marterkammer,Wo mau mich bei den Füßen aufgehangenlind mir gezwickt den Leib mit glühndcn ZangenUnd eingeklemmt in enger Eiscnklammcr.

Wild schrie ich auf vor namenlosem Jammer,Blutströme mir aus Mund und Augen sprangen,Da gab ein Mägdlein, das vorbeigegangen,Mir schnell den Gnadenstoß mit gvldnem Hammer.

Neugierig sieht sie zu, wie mir im KrämpfeDie Glieder zucken, wie im TodeskampfeDie Zuug' aus blut'gcm Munde hängt und lechzet.

Neugierig horcht sie, wie mein Herz noch ächzet,Musik ist ihr mein letztes Tvdesröcheln,

Und spottend steht sie da mit kaltem Lächeln.

10.

Du sahst mich oft im Kampf mit jenen Schlingeln,Geschminkten Katzen und bebrillten Pudeln,

Die nur den blanken. Namen gern besudeln,

Und mich so gerne ins Verderben züngeln.eine'S Werke. I. Bd. 4