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1 (1898) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
50
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Buch der Lieder,

Du sähest oft, wie mich Pedanten hudeln,Wie Schellenkappentrttgcr mich umklingcln,

Wie gift'ge Schlangen um mein Herz sich ringeln;Du sahst mein Blut auS tausend Wunden sprudeln.

Du aber standest fest gleich einem Turme;Ein Leuchtturm war dein Kopf mir in dem Sturme,Dein treues Herz war mir ein guter Hafen.

Wohl ivvgt um jenen Hafen wilde Brandung,Nur wen'ge" Schiff' erringen dort die Landung,

Doch ist man dort, so kann man sicher schlafen.

11,

Ich möchte weinen, doch ich kann es nicht;Ich mvcht' mich rüstig in die Höhe heben,

Doch kann ich's nicht; am Boden muß ich kleben,Umkrächzt, uinzischt von eklem Wnrmgezücht,Ich möchte gern mein heitres Lebenslicht,

Mein schönes Lieb, allüberall umschweben,In ihrem selig süßen Hauche leben,

Doch kann ich's nicht, mein krankes Herze bricht.

Aus dem gebrochnen Herzen fühl' ich fließenMein heißes Blut, ich fühle mich ermatten,Und vor den Augen wird's mir trüb und trüber.

Und heimlich schauernd sehn' ich mich hinüberNach jenem Nebelreich, wo stille SchattenMit weichen Armen liebend mich umschließen

Hyrisches Hnterme^o.

(18221823.)

Meine Qual und meine KlagenHab' ich in dies Buch gegossen,Und wenn dn es aufgeschlagen.Hat sich dir mein Herz erschlossen.

g) rokoz.

Es war mal ein Ritter, trübselig und stumm,Mit hohlen, schneeweißen Wangen;

Er wankte und schlenderte schlotternd herum,In dumpfen Träumen befangen.