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1 (1898) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
18
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Buch der Lieder.

So heult es verworren, und ächzet und girrt,lind brauset und sauset, und krächzet und klirrt;Und der tolle Schwärm den Spielmann umschweift,Und der Spielmann wild in die Saiten greift:Bravo! Bravo! immer toll!

Seid willkommen!

Habt vernommen,

Daß mein Zauberwort erscholl!

Liegt man doch jahranS, jahrein,

Mäuschenstill im Kämmerlein;

Laßt uns heute lustig sein!

Mit Bergunst,

Seht erst zu, sind wir allein?

Narren waren wir im Leben,

Und mit toller Wut ergebenEiner tollen Liebesbrunst.

Kurzweil kann uns heut nicht fehlen.

Jeder soll hier treu erzählen,

Was ihn weiland hergebracht,

Wie gehetzt,

Wie zerfetzt

Ihn die tolle Liebesjagd."

Da hüpft aus dem Kreise, so leicht wie der Wind,Ein mageres Wesen, das summend beginnt:

Ich war ein SchneidergeselleMit Nadel und mit Scher';

Ich war so flink und schnelleMit Nadel und mit Scher';

Da kam die MeisterstochterMit Nadel und mit Scher';

Und hat mir ins Herz gestochenMit Nadel und mit Scher';"

Da lachten die Geister im lustigen Chor;Ein zweiter trat still und ernst hervor:

Den Rinaldo Rinaldini,

Schinderhnnno, Orlandini,

Und besonders Carlo MoorNahm ich mir als Muster vor.

Auch verliebt mit Ehr' zu melden --Hab' ich mich wie jene Helden,

Und das schönste FrauenbildSpukte mir im Kopfe wild.