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1 (1898) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
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134
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134 Biographie.

Bundestag die große Gefahr erkannte, welche für Thron und Altarans den Schriften dieser jnngen Schule erwuchs und sich in einerSitzung vom 10. Dezember 1835 zu dem verhängnisvollen Entschlußaufraffte, das „junge Deutschland" zu vernichten.

Er begann nun eine Hetze gegen das „junge Deutschland", diein der ganzen neueren Geschichte kaum ihresgleichen hat. Ihre ganzelitterarische Thätigkeit wurde für die Zukunft in Acht und Banngelegt, ihre Zeitschriften wurden verboten, sie selbst wurden von Stadtzu Stadt, von Land zu Land gehetzt und verfolgt. Natürlich ent-standen unter den jungen Schriftstellern selbst gehässige Fehden; keinerwollte für den andern verantwortlich sein und gerade diejenigen,welche mit besonderem Pathos ihre Mission übernommen hatten,verwahrten sich zuerst gegen die der Schule gemachten Vorwürfeund verließen am schnellsten die gefährliche Genossenschaft. NurGutzkow und Heine blieben der Fahne treu, trotzdem gerade sie durchden verhängnisvollen Bundestagsbcschluß in eine Lage gebrachtworden waren, welche ans ihre ganzen Verhältnisse zerrüttend ein-wirken mußte. Ja, man muß das Verhalten Heines dem „jnngenDeutschland" gegenüber, von dem ersten Moment an, wo dieseSchule auftrat, bis zu ihrem Verschwinden als ein durchaus muster-haftes bezeichnen.

Schon in seiner Schrift, „Die romantische Schule" hatte er dieseSchriftsteller als die Apostel einer neuen Zeit begrüßt. HeinrichLaube gilt ihm als Schriftsteller von einer socialen Bedeutung fürDeutschland, „deren ganzes Gewicht jetzt noch nicht ermessen werden kann".

Dasselbe Lob spendet Heine auch Gutzkow, dem er gleichfalls „dieschönsten Eigenschaften der schaffenden Kunst und des urteilendenKunstsinns" zuerkennt und den ander» Autoren des „jungen Deutsch-land", das ja nach dem eigenen Geständnisse Gutzkows vollständigunter dem Eindrucke seiner Ideen lebte, die Heine von Frankreichherüber in die Littcratur der Deutschen geschlendert hatte.

Gegen Heine richteten sich deshalb auch zunächst die AngriffeMenzels. Heine wurde auch zuerst von den Verfolgungen betroffen.Schon einen Tag nach dem Erlaß jenes Bnndcstagsdekrets erließ diepreußische Regierung ein Reskript, durch welches Heines „romantischeSchule" verboten und zugleich angeordnet wurde, „daß rücksichtlichder sämtlichen künftigen litterarischcn Erzeugnisse des Heinrich Heine,welcher bereits zu verschiedenen Bücherverbotcn Veranlassung gegebenhat, und dessen bisher erschienene Schriften fast sämtlich bedenklichenInhalts sind, sie mögen erscheinen Ivo und in welcher Sprache cSsei, dieselben Maßregeln eintreten sollen."

Aber Heine ließ sich nicht irre machen; er sah viel schärfer alsseine Genossen, er erkannte die Gefahr, die der gemeinsamen Sacheaus den Angriffen Menzels erwuchs, aber er konnte sich trotzdem