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1 (1898) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
90
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gl) Biographie.

Heine beschäftigte sich damals eifrig mit den Vorbereitungen fürden zweiten Band derReisebilder", in dem er den zweiten CyllusderNordsccbilder" und das BuchLe Grand" geben wollte.ImGrnnde ist es anch gleichgültig, was ich beschreibe", schrieb er währenddieser Zeit an einen Freund,alles ist ja Gottes Welt und derBeachtung wert; und was ich aus den Dingen nicht heraus sehe,daS sehe ich hinein."

Durch den Erfolg des ersten BandeS derReiscbilder" warender Mut und das Selbstbewußtsein des Dichters gestiegen. Derzweite Band solltedas wunderbarste und interessanteste Buch werden",einaußerordentliches Buch", etwasGewaltiges", das großen Lärmund allgemeines Aufsehen erregen würde. DieReisebilder" solltennach Heines damaligein Plan ein litterarisches Forum werden, indem er dem Publikum alles sagen wollte, was er auf dem Herzen hatte. Erwollte die Kritik, die der Teufel derteueren Großmutter Hekatc" über-lassen hatteHckate hieß auch die Zeitschrift, die Adolf Müllnerherausgab an sich reißen und sogar ctwaS wie eine Art Schulegründen. Die Briefe, die Heine aus Lüneburg an Jmmcrmann, anVarnhagen, an Moser schrieb, und in denen er sie um Beiträge fürdieRcisebilder" bat, sehen geharnischten Kriegsmanifesten auf einHaar ähnlich.Ich darf seht alles sagen, und es kümmert michwenig, ob ich mir ein Dutzend Feinde mehr oder weniger aufsacke",so schreibt Heine an Barnhagen, der über diesen Mut nicht wenigerschrocken war und der Aufforderung, eineProskriptionsliste" dergemeinsamen Intimen einzusenden, natürlich keine Folge leistete.

Auch Moses Moser sandte keinen Beitrag, aber wohl wenigeraus Furcht, als aus Scheu Nor der Öffentlichkeit.

Nur Karl Jmmermann, seinhoher Mitstrebender", spendeteein e Anzahl von Temen, die der Dichter dem zweiten Teil der Reisc-bilder anfügte, mit der Bemerkung, daß er dieselben bis auf wenigeAusnahmen, die er mit Sternen bezeichnet,gern als seine eigeneGesinnung" vertreten wollte. Diese Temen wurden der Ausgangs-punkt einer Polemik, die später bedenkliche Dimensionen annehmensollte. Sie richten sich vornehmlich gegen Goethe und die Romantiker,sowie gegen Platen und andere litterarische Zeitgenossen. Nur beivier Versen hatte Heine durch Sterne konstatiert, daß er mit demInhalt derselben nicht einverstanden sei. Es ist nicht unwichtig, zubemerken, daß sich dieselben auf SchlegelsLucinde", auf FranzHorn, den später von Heine viclverspottetcn Shakespeare-Kommentatvr, sowie aller Wahrscheinlichkeit nach auf Schleiermachcr undPlaten bezogen.

Zu Anfang deS folgenden Jahres reiste Heine wieder nach Ham- ibürg, um den Druck des Buches zu überwachen. Ans Druck und >Ausstattung seiner Werke legte er schon damals großes Gewicht und !