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1 (1898) Buch der Lieder Biographie
Entstehung
Seite
26
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26 Biographie.

ling 1813 zum freiwilligen Dienste in dem neu ausbrechenden Kriegegegen Napoleon.

Nur wenigen von ihnen war es beschieden, an diesem Kampfewirklich teilzunehmen; Harry Heine teilte mit vielen andern seinerGenossen das Los, zu Hause bleiben zu müssen. Aber der patriotischeGedanke der Romantik, der in der Poesie der Befreiungskriege, inden Liedern eines Arndt, Schenkendvrf, Körner seinen begeistertenAusdruck gefunden hatte, erfüllte das Herz des Knaben mächtig injener Zeit. Der Zauber, den der große Kaiser ans sein Gemüt aus-geübt, war gebrochen; seine Begeisterung galt dem Vatcrlandc, derEinheit und der Freiheit des deutschen Volkes. Von dieser Sinnesartdes Knaben giebt ein längeres Gedicht beredtes Zeugnis, welchesaller Wahrscheinlichkeit nach in jenes Jahr fällt, und welches seinerBegeisterung für die patriotische Romantik jener Tage in über-zeugendster Weise das Wort spricht. Mit dem Stoßseufzer:

Fort ihr Bilder schönrer Tage!

Weicht zurück in eure Nacht!

Weckt nicht mehr die eitle Klage

Ilm die Zeit, die uns versagt!"

schließt das Gedicht, das für die Entwicklung des Dichters merkwürdigist, weil eS eine Reife der Weltanschauung schon in jenen Jahren,zugleich aber auch trotz aller Mängel und Verstöße gegen die Metrikeine unzweifelhafte poetische Begabung an den -vag legt, ja sogar diespäter voll sich entwickelnde lyrische Eigenart des Dichters, die Ironieund die Antithesen bereits andeutet und so den merkwürdigstenAbschluß seiner Knabenjahre bildet.

II.

Die Frage nach der zukünftigen Lebensstellung ihres ältestenSohnes, die sie wohl vordem hier und da schon beschäftigt, trat nunin ihrem vollen Ernste an Samson und Betty Heine heran. Es istunmöglich, den Erwägungen nachzugehen, von denen die Eltern dcSKnaben sich leiten ließen, als sie denselben für die kaufmännischeLaufbahn bestimmten. Aber man darf wohl annehmen, daß dieseErwägungen durchaus praktischer Natur waren. Er selbst sagtdarüber in seinen Memoiren:Das Rvthschildsche Haus, mit demmein Vater vertraut war, hatte zu jener Zeit seinen fabelhaften Florbereits begonnen; auch andere Fairsten der Bank und der Industriehatten in unserer Nähe sich erhoben, und meine Mutter behauptete,es habe jetzt die Stunde geschlagen, wo ein bedeutender Kopf immerknntilischen Fache das Ungeheuerlichste erreichen und sich zumGipfel der weltlichen Macht emporschwingen könne. Sie beschloßdaher jetzt, daß ich eine Gcldmncht werden sollte, und jetzt mußte ich