s, 6 Von den Mysterien und dem Volksglauben
teil war, und daß diese Gesänge mit den Einweihungs-hymnen der Griechen übereinkamen. Auf die Artpstmizten sich die Rcligionssätzc fort; und Cäsar sagtausdrücklich *), daß was vom Dis oder Tuiskon er-zählt werde, von den Druiden herkomme,
Auch fehlten den Deutschen nicht die Vorstellungender Aegypter oder Griechen, wodurch sie die Schöpfungs-geschichte gleichsam aus die Bühne brachten. Denn dieGöttinn Hertha ward in einem geheimen See abge-waschen, und vorgestellt als wenn sie auf einer Insel imOcean einen Tempel habe. Man glaubte vor Alters,daß die allenthalben mit Wasser umgebene Erde aus demMeere entstanden sey; und deßhalb hieß Asien eine Toch-ter des Oceans. So glaube ich, sollten auch jene Ab-waschungen, jener Tempel im Ocean, von wannen sieherkam, nichts anders ausdrücken, als daß nach ihrerMeynung Hertha aus dem Meere entstanden sey. DieGöttinn saß bey diesen mystischen Umzügen auf einem mitTeppichen bedeckten, und von Kühen gezogenen Wagen.Vielleicht war sie auf diese Weise, wie die Den 3)'rades Apulejus, bey den Jahresfesten der Einweihungenzugegen, Vielleicht auch, wie überhaupt die alte Re-ligion der Heiden beym äusserlichen Gottesdienste von ge-wissen Christen nachgeahmt wurde; veranlaßten jeneGebräuche die Mysterien der Pafsions-und der Apostel-geschichte, die ehemals auf den franzosischen Schaubühnenöffentlich aufgeführt wurden**), Zu dieser Art dramati-sche?
-) LsII. kllall. lib> 6, cap, IZ.
**) I.L5 pelerias gul rsvinvem äe jerufalem, cluanterentles meliere! cles ^pötr«?, !e« mustere» ciu vleuxcselismenr plant slorc Uefenänz. Ils cZreiiersnt UNrllcarie i'an IZ9Z g I'bopiml cle I^c 1'iunire, Lr lghsncis s'sppelloir tlenlreris cle la patllon ckc relur-peeiian c!s lVvrre 8eic;neur. ÜZxn'-Urs clss llegilkrszGl ssrjglllsnc cpnrepsns les ^arelLularites cies co-
sNLÜieH