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8 (1798) Vermischte Schriften, Th. 2
Entstehung
Seite
275
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der alten Deutschen und Gallier. 27;

die einzige Art von Erhaltung des Andenkens oder vonGeschichtbüchcrn. Was demnach die Mystagogen oberdie Barden von der Mutter Hertha, von dem VarerTuiskon, von dessen Sohne Mannns als Urheberunsers Volkes, und von seinen drey Kindern sangen,inglcichcn die übrigen Spuren von dein ältesten Zustandeder Menschen, rechne ich zu den religiösen Gesängen beyder Einweihung. Denn, unter dieser Einkleidung lagder Ursprung nicht der Nation sondern des Menschen-geschlechts verborgen; und cs konnte vielleicht nur vcr«mittelst der Religion, als welche zu jeder Zeit am eifrig-sten auf das Alte halt, bis zu den Zeiten des Tacitusfortdauren. Man sondere nur das Wahre von demFabelhaften, so wird man sehen daß sie sich Tuiskonoder Gott als den Ersten von Allen dachten, der (nacheiner schonen Allegorie) den befruchtenden Regen in denSchooß seiner holden Gemahlinn oder der Hertha, unse-rer gemeinschaftlichen Mutter, strömte *). Es warauch etwas so Merkwürdiges daß der erste Mensch ausErde erschaffen worden, daß das Andenken daran garnicht erloschen konnte. So gebar die Mutter Herthaoder die Erde den Mannns, den Mann oder Menschen;und weil von ihm die Deutschen in ihren heiligen Lie-dern ihre Abkunft herleiteten, so halt sie Tacitus des-wegen für Kinder der Erde (tarriAanzs). Diesem Man-nns eigneten sie drey Sohne zu, wie die heilige Schriftlehrt, daß der erste Mensch drey Sohne hatte. Diesnebst andern Umstanden lehret, daß die Deutschen Ge-sänge hatten, worin' die Schöpfungsgeschichte cnthal-

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Die Stammmutter Hertha lebt noch in dem Sprich?werte: Die Erde ist unser allerMucter. Aufden alten Jnnschriften ist es kein ungewöhnlicher Aus-druck : klarer genuir, marer recexir. Man s. Qrurer.inlcr. snrlg. p. 6z6.