dsr alten Deutschen und Gallier. 27?.
scher Vorstellungen rechne ich auch diejenigen, da zueiner bestimmten Zeit bey den alten Deutschen alle Völ-ker von verwandtem Geblüte sich vermittelst Gesandt-schaften in einem heiligen und durch sein Alter schon Ehr-furcht gebietenden Hain versammelten, um in einemSchauspiele bildlich zu zeigen: daß die Nation von Gottihren Ursprung habe, baß Er der Regicrer des Ganzen,und das Uebrige ihm unterworfen und gehorsam sey *).Dieses ward auch in den Eleusinischen Geheimnissen vor-gestellt. Die Oerter wo diese Schauspiele gegeben wur-den, lagen gewöhnlich unter der Erde, und hatten ver-schiedene Gange und Vertiefungen, um die Schauspielerungehindert ab- und hervortreten zu lassen.
Dergleichen Höhlen finden sich mehrere in Deutsch-land, von denen wenigstens kein anderer Gebrauch be-kannt ist. Besonders scheint die große Höhle bey derStadt Osnabrück zu diesem heiligen Behuf sehr bequemgewesen zu seyn. Warb» r ton, welcher zuerst muth«maßte, daß das sechste Buch des Virgil die Gebraucheder Mysterien enthalte, und daß das Hinabsteigen desAeneas zur Unterwelt die Einweihung desselben anzeige,hat zwar geglaubt daß es nur drey Gange (Schlupf-winkel , Kulissen) in dergleichen heiligen Höhlen gäbe.Die unsrige hingegen bietet sieben dar, welche weit undbreit in den Berg hincingehn. Aber Plato ") sagt auchgeradehin: „daß viele Krümmungen und Fußsteige zur„Unterwelt führen, wie man schon aus den heiligen Ge-brauchen nutthmaßcn könne." — Die OsnabrückischeHöhle hat eine sehr geräumige Vorhalle (oder Eintritts-
S z saal),
ineüiez xieulez qui te repreleiuoient slors lous latUrs: meliere, clo la pslUon; äsnz I» Libliotb.Uiirsn. rom. 8, part. I, p. 19. — Loilesu, srkpoer. cd. Z, v. 81 leg.
*) U'scir. Lerm- cap. 29.lUraeäou. clrc» sinem.