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8 (1798) Vermischte Schriften, Th. 2
Entstehung
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266
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266 Von den Mysterien und dem Volksglauben

Die Hauptsätze dep Mysterien waren*): Es istein selbstständiger Gott, der durch seine Allwissenheit undAllmacht die von ihm erschaffene Welt regiert; > unsereSeele ist unsterblich und zu einem bessern Leben, wofernsie kein schlechteres verdient hat, von der göttlichen Vor-sehung bestimmt. Dieses lehrten auch die Druiden undMysiagogen ihre Eingeweihten; während sie den gemei-nen Haufen seinen Irrthümern, welche die Gesetzgeberfür nützlich achteten um ihn im Zaum zu halten, über-ließen.

Wo wir unter einem und demselben Volke die Ver-ehrung eines einzigen Gottes und die Vielgötterei) zu-gleich erblicken, da werden wir, nicht dnrch einen muth-maßlichen, sondern nothwendigen Schluß geleitet, einendoppelten Religionszustaud, einen geheimen und einenöffentlichen anzunehmen. Wenn ich also werde gezeigt ha-ben, daß die alten Deutscheu und Gallier einen und auchmehrere Götter hatten; so wird die Leichtigkeit meinetHypothese den ersten Beweis für ihre Mysterien geben.

Ob unsere Vorfahren einen Gott oder mehrereverehrten, ist noch von keinem obersten Richter entschie-den. Cäsar sagt bestimmt: ,, Die Germanier rechnenunter die Zahl ihrer Gotter bloß solche, von denen sieoffenbar Hülfe erhalten, die Sonne, den Vulkan, denMond**)," Für ihn streiten, wenn die Anzahl etwasvermag, wahrlich nicht Wenige; unter welchen schonBotho ***) allein, aus dessen Brunnen Kranz seinGartchcn bewassert hat, mitten im Zuge mehrerer Gottereinherfchreitet. Tacitus ****) hingegen behauptet

wider

*) Der-Kücze wegen verweift ich hiebey ans Warburton.

Og llell. Q.iII. llb. 7, cap. 9.

In Ebron, pick. Aft III, Lcripl. Lruns». Iwibmr.

s-erm. csx. 9,