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8 (1798) Vermischte Schriften, Th. 2
Entstehung
Seite
257
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Vorrede zu dem Trauerspiel Armim'us. 25?

zu Rom unter der kaiserlichen Leibgarde. Die Vorneh-men trieb eine edle Nenbegierde nach Rom und in ändertLander. Unzahlige Römer lebten hingegen wiederum inDeutschland, wo sie sich mit den Einwohnern befreunde-ten, und sich so sehr bey ihnen gefielen, daß sie gleich-sam ihre Eltern, Familien und väterliche Gründe zu veElassen schienen, wie einst die Legionen verwechselt werdensollten. Die gefangnen Romer gaben zweiselsohneHanö-werker, Sprachmeisier, und vielleicht auch Tanzer achDenn die römische Sprache war in Deutschland bei) denVornehmen gemein. Adangesiris unterhielt einen Trief-wechsel mit dem Kaiser. Seine Briefe sind im Rath zriRom verlesen worden, ohne daß man sie eines barbari-schen Ausdrucks beschuldigt harre. Die ungeheure Mengevon romischen Kochen, Kramten und MärketenterN, wel-che sich überall niedergelassen, und zum Theil mit denDeutschen verbunden hatten, müssen sich doch ihrem End-zweck gemäß in Deutschland haben bereichern und ver-gnügen können, weil sie ihr Vaterland dagegen vertauschthatten. Es muß der Kreislauf des römischen Geldeseben so stark damals in Deutschland gewesen seyn, alsgegenwartig der Umlauf des Französischen ist, we-l er-stere sich darin mehr als letztere aufgehalten haben. Ditvielen Zentner von römischen Münzen, so in den Cabi-nettern noch vorhanden, und taglich aufgefunden wer-den , bestärken diese Vermuthung zur Genüge. ÄZeni!die Romer ihr Geld nicht hatten ausgegeben: so würde'Arminius unmöglich jedem Ucberlaufer täglich hundertEestcrtienund ansehnlicheLchüchaben versprechen können)die Römer, welche ihre Leöeusmittel nicht mit sich fnhrerlkonnten, mußten sich dergleichen für Geld anschaffen kön-nen , Weil die Gewalt kein dauerhaftes Mittel war, der-gleichen ans mehr als ein Jahr zu erpressen. Hierausschließe ich nicht unwahrscheinlich, daß auch geringe BauMSlerS verm. Schtiften, 2. Vd. R