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8 (1798) Vermischte Schriften, Th. 2
Entstehung
Seite
256
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III.

Vorrede zu dem Trauerspiel Arminius ^).

inc gegründete Vermuthung hat mir auch fernererlaubt die Rauhigkeit und Einfalt, welche Tacitus,wenn er die Deutschen den Römern entgegen stellt, ihnenbeygeleget hat, nicht überall anzunehmen. Ich habevielmehr Gelegenheit genommen, mich davon in Darstel-lung ihrer Gesinnungen, so viel als möglich zu entfer-nen, indem ich nicht der Meynung bin, baß unsere Vor-fahren solche Klotze gewesen, als man sich gemeiniglichbey dem ersten Anblick des Tacitus einzubilden pflegt.

Der Geist der Nachahmung, welcher bey Kindernund Thieren die ersten Handlungen erzeugt, und die Klü-gcrn nur ans eine feinere Art regiert, hat auch schon da-mals zu der Menschheit gehört. Es ist ein ganz unver-merkter und alter Schluß, das wahre oder scheinbareGute in den Mustern zu entdecken, und sich zu bestim-men demselben nachzufolgen. Die Deutschen konnten undmußten ungemcin vieles in den Handlungen der klugenRomer finden, welches sie rührte und zur Nachahmungbewegte. Einige Tausend von ihnen waren bestandigals Hülfsvolker in dem Romischen Lager. Andre waren

GedrucktHannover und Göttingcn, bey I. W. Schnn'd,,749." Man s. Mösers Leben, S. 89. N.