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Aus den Gemälden
unterweilcn in seiner zerknirschten Gestalt denselben vonungefähr unter Augen gehe. Dieses ist ein süßes Opfer,wodurch man ihrer Rache schmeichelt. Sie sind zufrie-den mit der Meynung, uns völlig gcdemüthigt zu ha-ben; und diese Zufriedenheit ist der Anfang einer neuenGnade.
Zu einem vernünftigen Frauenzimmer sagt mannicht, daß sie schön sey; es möchte denn jemand die ge-schickte Einfalt besitzen, solches mit einer wahrscheinli-chen Bestürzung thun zu können. Man lasset ihr solchesvielmehr durch eine zärtliche Aufmerksamkeit errathen.Man geht ihren Wünschen, welche ein Kluger leicht er-finden kann, entgegen; jedoch so sinnreich nachläßig, da-mit ja unsre Bemühung das Ansehn nicht gewinne, alswenn wir etwas damit verdienen wollten. Wirklich groß-müthige Herzen wollen aus freyen Stücken erkenntlichseyn. Sie sind unzufrieden, daß ihre Dankerstattungvon dem Gegentheile als eine Schuldigkeit angesehen wer-den könne. Dieses ist sehr oft die Ursache, warum der-jenige die Belohnung nicht erhält, welcher sie verdienet.Es ist also nichts schmeichelhafter, als seine Dienstlei-stungen so unvermerkt verrichten, daß derjenige, so sieempfangt, wirklich glaubt, als wenn wir sie ohne Absichtihn zu verbinden, erreichet hätten. In der That aberverpflichtet es doppelt, seinem Freunde einen Dienst er-weisen, und ihm die Mühe der Erkenntlichkeit ersparenwollen. Mancher bietet seiner Gesellschaft keine PriseTabak an, ohne ein Kompliment dabey zu machen. Sol-che Komplimente sind wirklich kleine Erinnerungen, daßder Nchmcr die Danksagung nicht vergessen solle.
Allen Worten einer schönen Freundinn die schmei-chelhafteste Aufmerksamkeit leihen; ihre sinnreichen Ge-danken mit einem Lächeln beehren, und dieselben, bey sich
äußern-