198 Briefwechsel mir Friedrich Nicolai.
sondern meine guten Freunde zu sehen und einen Abendmir ihnen vergnügt zuzubringen. Ob Sie auch dahinkommen werden, ist hcure meine Frage, und mein Wunschdaß Sie diese mit einem vernehmlichen Ja! beantwor-ten mögen.
Der Frau Gemahlinn bitte ich mich bestens zu em-pfehlen, und was ich Ihnen sonst noch zu sagen hatte,von mir irr Pyrmont anzuhören.
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Osnabrück, den 6. April 1792,
— Ä^einAmtsjubilaum ist, wie Sie in der BerlinischenMonatsschrift gelesen haben, sehr feyerlich begangenworden; und ich kann mit Wahrheit sagen, daß mich inden fünfzig Jahren vieles erfreuet, wenig betrübt undnichts gekrankt habe, ungeachtet ich in sehr besondernVerhältnissen siehe, indem ich Herrn und Standen zu-gleich diene, für diese die Beschwerden und für Jenen diedarauf zu ertheilenden Resolutionen angebe, et üc viosvertu. Aber was kann man nicht, wenn man ein lang-jähriges Vertrauen für sich hat? Am Ende ist doch fürKlager und Beklagte der liebe Friede das beste, und zudiesem Zwecke kann man wohl mchrcrn Herren zugleichdienen.
Nach Pyrmont denke ich dieses Jahr am letzten Jn-uius abzugchen und mich drey Wochen dort aufzuhalten.Du mein ganzer Zweck bey dieser Reise darin besieht, noch
einmal