Briefwechsel mi! Friedrich Nicolai. 199
einmal in meinen,, Leben einen alten Freund wieder zusehen und, Wenns Gott gefällt, mir auch wohl noch einenneuen zu erwerben: so würde es mir eine wahre Freudeseyn, Sie dort zu treffen; und da ich mich dort so ganzungcsucht und unvcrmißt denke, nur für Sie und denTag zu leben. Für allen hohen Genuß bin ich nicht mehr,und ziehe, wie billig, die Freundschaft der Liebe vor.Meine Tochter wird mich begleiten. Sie empfiehlt sichIhrer Freundschaft ganz gewiß, ob ich sie gleich nichtdarum gefragt habe, weil sie seit achtTagen anfdcm Landebey der Frau von Monster die Nachtigallen erwartet.
Ich bleibe damit Imflu In meierte
der Ihrige.
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Osnabrück, den 29. Dec. 1792.
liebster Freund! Um Verzeihung, daß ich Ihren Briefnicht sogleich beantwortet habe. Da ich voraussah, daßich mit dem fünften Bande der PatriotischenPhantasieenin diesem Jahre nicht fertig werden konnte: so kam icherst aufs Verschieben, und hernach gchts denn so, wie eswohl zu gehen pflegt. Die Stücke in dcrBerlinischcn Mo-natsschrift reichen bey weitem noch zu einem Bande nichtzu; und dann habe ich in dem Systeme, das ich darinwegen der Landakticn angelegt habe, noch eine und andereAusfüllung zu machen, welche zur Kette der obigen ge-Hort : wie ich denn noch heute au Herrn Biester einenkleinen Aufsatz schicke, der meiner Behauptung zu Statten
N 4 kommt,