Briefwechsel mit Friedrich Nicolai. »s?
41.
Osnabrück, den -.May 1789.
5icbstcr Freund! Wenn ich auf das Vergnügen rechnenkann, Sie in Pyrmont zu sehen: so werde ich allen Be-dacht darauf nehmen , an 4 Wochen dort zu bleiben.Aber eilen Sie Sich auch, um unser Vergnügen zu ver-langern.
Ich habe vor einiger Zeit die Hissmre secrete 6cln Lour cle Lerlin gelesen. Der gute Mirabeau ist sosehr in seinen eigenen Verstand, seine Einsicht, seineFeinheit, seine Schlauigkcit und seine Espionage verliebt,daß er nicht gesehen hat, wie ihn der Deutsche unter einerphlegmatischen Mine eben so gut zum Besten gehabt ha-ben kann, als er Andere zu hinterschlcichcn gewußt odergemeynt hat. Bey dem allen ist es doch auch eine ent-setzliche Ctourderie, die alle Herzen der Deutschen gegenseine Landsleute verschließen wird, eine solche Charakte-ristik insPublikum zu schicken, und die Verleumdung derGroßfürstinn von R. von einer Art, die ihm billig eineZüchtigung zuziehen sollte. ?1urn corum. Vnls umr-corum oytime!
42.
Osnabrück, den -z.März >791.
8iebster Freund! Ich denke Sie leben noch, ob Sie gleichseit einiger Zeit wenig von Sich hören lassen. Was michanbelangen thut: so denke ich dieses Jahr am 1. Juli inPyrmont zu seyn, nicht um das Wasser zu gebrauchen,
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