Briefwechsel mit Friedrich Nicolm. 185
bestell Dank. Jedoch ärgert es mich, daß Sie Sich aufdiese Art herumzanken müssen. Lieber Härte ich die darinenthaltenen Zusätze und Erläuterungen in einer andernBrühe genossen; indeß hatten Sie uns diese vielleicht garnicht gegeben, wenn Herr H** nicht aufgetreten wäre.
Mehrcres schreibe ich Ihnen henke nicht, da diePost abgeht, und ich zu lange gewartet habe. Leben Siealso wohl und melden mir, ob Sie noch Ihre Rcisebe-schreibung heraus geben wollen. Gewisse Anstalten undInstitute großer Herren, wovon man auch sagen kann:.kVlüItum elt ltumaniz in rebus inune, sind doch im-mer besser, als Parforcejagden, lind man schmeichelteiner solchen fürstlichen Marotte eher, als einer andernMätresse. Vnle ilorunr!
84.
Osnabrück, den 20. Febr. >784.
liebster Freund! Den hiebey gehenden Brief hatte ichIhnen schon vor 6 Wochen schicken sollen. Aber wie esdenn so geht, wenn man nicht recht wohl ist — keineLust zu schreiben hat -— sich freut sein Oüücium talitevcjualiter thun zu können — so ein Brief bleibt wohl einWeilchen aufm Tische liegen.
Nun will ich Ihnen noch sagen, daß ich den langenWinter so ziemlich überstanden, und alle Hofnung habe,in diesem Frühjahr zu einer neuen Gesundheit zu gelan-gen. Meine Ncrvenkoliken, die mich seit zwey Jahrenwenig haben schlafen, denken und genießen lassen, fangenan sich zu verlieren; und wenn diese fort sind: so denke
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