Druckschrift 
8 (1798) Vermischte Schriften, Th. 2
Entstehung
Seite
168
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68 Briefwechsel mit Friedrich Nicolai.

wegen meiner Osnabrückschcn Geschichte zu melden, hatmeine Antwort, wie eine Danksagung für alle BeweiseIbrer Freundschaft, aufgehalten. Jetzt aber da mirmein Arzt das Arbeiten verboten, weil ich mich bey derHitze etwas zu sehr übernommen hatte, kann ick Ihnenmir Zuverlaßigkcit melden, daß diesen Winter noch nichtsdaraus werden kann. Sie sehen ans dem Anschlüsse, daßich wirklich mit der Fortsetzung beschäftigt bin, und umden Druckfehlern so viel möglich vorzubeugen, solche alsManuscript erst abdrucken lasse. Es sind also nicht ganzilecrc Hofnungcn, die ich gebe, und da ich mit den mirangebotenen Bedingungen vollkommen zufrieden bin: fowird nichts als der Mangel an Gesundheit mich abhal-ten, den ersten Versuch, wovon ich hier, weil ich mirsu yiö üe In Isttre meine Arbeit stehlen muß, nur 200Exemplare auf meine Kosten abdrucken lassen, mit einerFortsetzung bis auf den Untergang des GroßherzogrhumsSachsen unter Heinrich dem Löwen, von neuem auflegenzu lassen. Allein ob demnächst noch weiter etwas er-folgen werde, dieses kann ich auf dem Faulbette, wor-auf ich dieses schreibe, nicht versichern, und noch weni-ger versprechen. Gegen die nächste Messe will ich Jh.neu bestimmter schreiben.

ZuPyrmont, wohin ich, um mich zu zerstreuen,eine Ausflucht unternommen, habe ich die beiden Herrenvon Stosch aus Berlin kennen lernen *), die mir mehr

als

5) Es war der Königliche Leibarzt Hr. G. N. Muzell,und dessen Bruder Hr. Muze! l-Stosch, der FreundWmkelmanns (dessen Briefe an ihn zu Berlin >781,8. gedruckt worden). Der letzte hatte von seiner MutterBruder, dem benihmten Hrn. von Stosch in Flo-renz. der ih» zum Erben einsetzte, den Namen Stoschangenommen. R.