Briefwechsel mit Friedrich Nicolai. iftz
bessere Ordnung nach den Materien wäre freylich gut;aber wer fall sie machen? und verführt es nicht nochmanchen, ein ernsthaftes Stück mit anzusehen, wenn esso zwischen den lustigen steht? Unsere katholischen Prie-ster lesen die halbe Messe vor und die halbe nach derPredigt, damit der Christ der eine ganze Messe hörenMuß, die Predigt auch mit hören müsse. Denken SieSelbst, ein ganzer Theil von lauter politischen Rasonnc-mens, die inchr aufhören und zuweilen nur Einen Ge-danken wiederholten!
Ein Register wäre auch gut; dieses würde ich aberselbst machen müssen, wenn es so recht gerathen sollte;und das kostete wieder Zeit und Mühe. . . Der LoäexLrlchnsteigrms hat auch kein Register. Vielleicht be-denke ich mich doch noch wohl.
Die Volkslieder kommen hiebe»); sie gefallen miraber auf dem Pavier so nicht, als wenn Meister Eeubcr-lich sie selbst singt. Nun! was nicht gefallt, kann weg-bleiben
Mit meiner Osnabrückschen Geschichte bin ich ver-legen; ich glaube nicht, daß ich etwas zu Stande bringe,wenn ich es nicht wie vorher mache, und sie bogenweisedem Druck überliefere. So wird dann ein Bogen leachdem andern fertig, und ich stehle mir meine eigene Arbeitab. — Ich stehe bey der hiesigen Regierung, die mitzweyen fremden Geheimen Rathen aus Sachsen und Hes-sen beseht ist, Mutterseele allein, habe also alle Resolu-tiones anzugeben und zu entwerfen, die sich monatlichüber 50 belaufen, und das nimmt mir einen Haufen
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6) Die plattdeutschen Lieder im zweyten Theile des Alma-nachs sind von Moscr mitgetheilt. N.