Briefwechsel mit Friedrich Nicolai. izz
— Das (?Ic>ssurimn von Ihre hatte ich gern,weil ich eine eigene Bibliothek von etymologischen Wer-ken, und die stärkste Neigung zu diesem Studium habe,worin ich mich doch nie in meiner völligen Größe zeigenwerde, aus Furcht in Anderer Augen eben so klein zuwerden, als ich in meinen eigenen bin, wenn ich es ambesten gemacht habe.
12.
Osnabrück, den 10. Dec. 1775,
Ällcs was Ew. mir zu übersenden die Güte gehabthaben, ist, so weit ich urtheilen kann, richtig überkom-men. Ich habe aber bis dahin den Empfang nicht an-gezeigt, weil ich einen großen Vorsatz hatte viel zuschreiben, und nie die Zeit gewinnen konnte ein so wichtigesWerk auszuführen. Nun aber, da ich durch Ew. Schrei-ben vom 2ten dieses gezwungen bin etwas zu antworten,kann ich Gott Lob mit leichtem Herzen anzeigen, daß ichmit dem Druck meiner Phantasiecn so halb und halb(denn der Korrektor hat wirklich so ein Bißchen über-zwerch gesehen, und S. 41 *) einen rechten pot pcmrrigemacht) zufrieden bin, meine Frau aber den Kupfer-stich gar nicht für den Abdruck ihres Mannes erkennenWill''"). Ich kann aber dem einen so wenig wie dem
K 5 andern
*) In der zweiten Auflage sind die Fehler verbessert. N.
5*) Der Kupferstich vor dem XXIkl. Bande derAllg. D.Bibliotbsc ist gemeint. Doch jst dieser noch ähnlicherals der vor der neuen Ausgabe der Phantasieen. HerrGottlob hat den tresslichen Moser verschönern wollen,
hatte