Briefwechsel mit Friedrich Nicolm. izz
einigem Vortheil liefern könnte. H Eine ehedem hier ge-wesene Buchhandlung, welche sich vom Nachdruckenhauptsächlich unterhalten, ist im Anfange dieses Saculi,da sie des Erasmi Francisci Werke nachgedruckt und aufdie Frankfurter Messe gebracht, durch deren Konfiskationgestürzt worden. So viel davon!
Den ersten Theil von der Allgemeinen Bibliothekhabe ich erhalten; aber auch sogleich gewünscht, selbigenverdienen zu können.^ Nur besorg? ich, daß meine Re-censionen zu spat einlaufen mögtcn, weil wir hier keineeinheimische Produkte haben, und auf die Leipziger Messeallein Staat machen können.
Der hiesige Rektor und Professor Wagner hatbey seinem Bruder in Ulm eine Ucbersctzung des Cäsardrucken lassen, welche, wie ich fast vermuthen kann, nichtsonderlich gerathen ist. Gesehen aber habe ich sie nochnicht. Sollte solche in der Bibliothek angezeigt werben,so bitte ich den guten Mann keinem zu sirengen Urtheilezu unterwerfen. Er ist schon halb schwindsüchtig voeAngst, und stürbe gewiß vor Schrecken.
Wenn Hechtes hier jemals etwas unternehmen sollte,so mag ersieh an den Minister nach London, oder anhiesige Regierung, öder an die Landschaft wenden; erfallt allemal in meine Hände, indem ich einmal vom Kö-nige unserm kleinen Bischof zugeordnet, und schlechter-dings insiruirt bin, in allen Sachen mein Gutachten vor?her abzugeben.
Die Meyersche Buchdruckerey in Lemgo war damalsschon sehr ansehnlich, aber diese befaßte sich nie miteinem Nachdrucke. N,
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