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8 (1798) Vermischte Schriften, Th. 2
Entstehung
Seite
132
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iz2 Briefwechsel mit Friedrich Nicolai.

Osnabrück, den -6, Zan. 1765.

^ucr Schreiben vom l8tcn ist mir diesen Morgen zuge-kommen; und ich kann darauf, so viel den Hechtcl *)betrift, mit vollkommener Gewißheit antworten, daß inhiesiger Druckerei) für ihn gar nichts gearbeitet werde;auch möglicher Weise nicht gearbeitet werden könne:weil der Meister schon seit Jahr und Tag um einen Setzerund Gesellen geschrieben, solchen aber nicht erhalten kön-nen; folglich kaum im Stande ist, dasjenige was vonLandes und Regierungs wegen erfordert wird, zu rechterZeit abzudrucken. Ich erfahre dieses am meisten, da ichzu meinem Vergnügen und für doppelte Zahlung monat-lich einen Bogen von einer Osnabruckischen Geschichteabdrucken lasse, und alle Mühe habe diesen noch zu er-halten. Ich habe ihn bey dieser Gelegenheit noch vor8 Tagen besucht; und er war in solcher Verlegenheit,daß er zweifelte, ob er dieses Jahr seinen Kalender würdezu Stande bringen können; erzo . . . Wir müssen so-gar unser Gesangbuch zu Vilefeld drucken lassen ; und inWestphalen ist schwerlich jetzt eine Druckerei) welche einensolchen Nachdruck wie Sie von Hcchtel befürchten, mit

einigem

5) Hechtet war ein damals, wegen vieles Nachdrückens,berüchtigter Buchhändler. Er war in Frankfurt amMayn etablirr gewesen, ward im siebenjährigen Kriegeauf Neguisirion des Kaiserlichen Gesandten von da ver-trieben, weil cr das berühmte d-lemoire railchriw, undandere vom Preußischen Hofe bekannt gemachte Schrif-ten nachgedruckt und verkaust hatte. Er zog an vielenOrten herum, und ließ auch sckne vielen Nachdrucke,womit er unrer andern auch mich heimsiichre, bald dabald dort heimlich erscheinen. gz.