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8 (1798) Vermischte Schriften, Th. 2
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Gegen den Lcibeigenthum.

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und Alles zum Angriff bereit, als einer von den gefange-nen Sklaven, welchen sein Herr eben zu Tode peitschenließ, mit der unbedachtsamcn Drohung herausbrach, daßes in Zeit von dreyen Tagen allen Herrn nicht besser gehenwürde. Dieses, und die Furcht, worin sie schon durchandre Umstände eine Zeitlang versetzt waren, veranlasset«:sofort eine allgemeine Versammlung; und in dieser wardohne weitern Verzug beschlossen, daß jeder Kolonist amfolgenden Tage hinlänglich bewaffnet auf dem gewohnli-chen Sammelplatz erscheinen sollte, ha man denn mitgesummter Hand die Wilden in ihrem Lande aussuchenund sehen wollte, wie sie sich verhielten. Nie ward einEntschluß glücklicher und zeitiger gefaßt: denn kaum wa-ren sie versammelt, so vernahmen sie schon aus demRauche einer entfernten Wohnung, und aus dein Ge-schrey ihrer flüchtenden Weiber, daß die Wilden im An-züge waren.

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Es sind Einige der Meinung: unsere gegenwärti-gen Leibeigenen waren in den ältesten Feiten Eigenthümerihrer unterhabenden Güter gewesen, und hatten sich ausRoth, um Schutz zu haben, oder auch Schulden halber,in den Schutz eines Herrn gegeben, und sich demselbenfür ihre Person und Güter pfiichtig gemacht.

Andre halten dafür: der Gutsherr hatte in denältesten Zeiten dasGut selbst gebanet, und wie dcrAcker-bau unrühmlich geworden, solchen seinem Knechte über-lassen, und von demselben sich die jährliche Pacht be-dungen.

Von beiden Fällen finden sich Beyspiele, und wasbekanntlich bey den Lehnen vorgefallen ist, kqnn auch

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