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8 (1798) Vermischte Schriften, Th. 2
Entstehung
Seite
92
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Ueber Theorie und Praxis.

zoglichcn Stuhl zu setzen, welche sich und ihre Vetternuns seine Kosten noch erst bereichern würde.

Indem siebenten Gouvernement erwählte dasVolk den Sohn des vorigen. Denn, sagte es, wir ha-ben dessen Schloß zur allgemeinen Sicherheit, weil wirzur Zeit eines feindlichen Uebcrfalls unsre besten Sachendahin flüchten können, mit Wällen und Graben befesti-get, und zu viele Kosten daran gewandt, um itzt füreinen Andern noch einmal eine so große Last zu überneh-men. Das Schloß ist überdcm so wohl moblirt, es istdarin ein so herrliches Theater, das Tafelservice desHerrn ist so prachtvoll, und es wird so viel Mühe kosten, das Archiv an einen andern Ort zu bringen, daß es besserist, wir nehmen diesen als einen Andern, der sich nocherst alles dieses, vielleicht wohl gar auf unsre Kosten,anschaffen muß.

Indem achten hatte der verstorbene Herzog zurZeit eines Krieges große Vorschüsse gethan, u"d dasVolk sah voraus, daß es diese auf einmal werde bezah-le» müssen, wenn es einen andern als dessen Sohnwählte. Die Wohnung desselben lag überdem in derMitte des Landes; der gemeine Musterplatz, wohin einJeder seit langen Iahren zu gehen gewohnt war, lagnahe dabey; der gemeine Post- und Botengang war dar-auf eingerichtet, die Wege darnach angelegt, und derGang aller gemeinen Lieferungen und Pflichten war denHausbedicnten, welche die Rolle bisher darüber geführthatten, fast allen bekannt. Das Volk hielt es für dasRarhsamstc bey dem Sohne zu bleiben; und führte zu-gleich das Primogenitur-Recht ein, , damit sowohl dieGouvernements- als die Privateinkünste der Familiezum allgemeinen Besten des Staats immer zusammenblieben, und darüber unter Geschwistern und Kindern

keine