Anti-Kandide.
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silienbrühe zuzurichten versprochen hatte. Indem eraber diesem Beweise von der besten Welt zu sehr nach-hing, schlich sich Kandide wieder zurück, in der Hoff-nung, den Prediger wieder anzutreffen, und ihn zu be-reden, künftig einen Hagelschlag nicht weiter als eiltenRuf Gottes zur Buße und Bekehrung auszulegen, indemdas böse Wesen welches die Weit regiere, und diePilze mit Fleiß so schwach gemacht hätte, dergleichen auteAbsichten nicht haben könne. Eins fiel ibm nur nochschwer. , Er hatte nehmlich bemerkt, daß die Bauerndurch jene so falsche Auslegung, zur Geduld, zum Fleiße,zur Hoffnung und zur neuen Einsaat bisher waren bewo-gen worden; und er konnte noch keinen hinlänglichenGrund finden, wodurch er in der schlimmsten Welt,worin Alles durch einen bloßen Zufall oder einen böfl'NGeist regieret würde, die Leute im Unglück wicd uf-muntcru, und dahin bringen wollte, mir Hoffnung undMuth die Hände wieder an den Pflug zu legen. AlleGründe, die ihm in der Geschwindigkeit bcyfielea, schie-nen ihm zu hoch für den Bauer, und er fan^ selbst, daßder Pfarrer einen überaus ebenen und bequemen Wegdazu für sich hatte, wenn er die Leute bereden könnte:Gott würde im folgenden Jahre die Arbeit ihrer Händesegnen, wenn sie sich zu ihm bekehrten»
Ehe er aber noch hierüber mit sich eins werdenkonnte, begegnete ihm der ganze Zug aus der Steingrube,und unter diesem ein junges achtzehnjähriges Weibchen,welchem die Thränen über die Wangen flössen, und derenausnehmender Schmer; ihm leicht errathen ließ, was sieUnter dem eingestürzten Felsen verloren hatte. Vondiesem traurigen Anblicke gerührt, empfand er sogleicheine mitleidige Begierde sie zu trösten. In demselbenAugenblick aber sah er einen hübschen jungen Kerl aus dem
Dorfe