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Ami - Kandide.
genntzet werden können; und die beste Welt bestehe darin,daß jedes Geschöpf eine Anlage zu mchrcrn Bestimmun-gen habe, ob gleich »nr eine einzige davon zur Wirklich-keit gelange. Nach seiner Art zu denken, ist die Weltreicher und besser, die einem Wachse gleicht, worausalle Arten von Bildern gemacht werden können, als die-jenige, worin aus dem Wachse nur dasjenige gemachtwerden kann was daraus wirklich gemacht wird.
Tritt ihm hier der Philosoph in den Weg, undspricht: „Wozu dieser llnrath? wozu diese Verschwen-dung von Kräften die nicht gebraucht werden? Wußteder Schöpfer nach feiner Allwissenheit nicht, daß dieBohne, welche man isset, nicht aufgehen würde? undwenn er dieses wußte, zu welchem Ende hat er ihr denndie Kraft gegeben, dereinst in Millionen Bohnen aufzu-blühen?" — so antwortet Jener: Darum bekümmereich mich nicht, ich hafte mich an das was ich sehe underfahre, und mit meinen fünf Sinnen nicht andersbegreife.
Wenn wir hier den Streit für den Landmann auf-nehmen, so scheint es allerdings wahr zn seyn, daßunendliche Reihen von Entwickelungen zur besten Weltgehören, und jede Begebenheit unendlich anders hätteerfolgen können, als sie wirklich erfolgt. Aber wie rechtfer-tigen wir diese anscheinende Verschwendung ? Ganz natür-lich, wird man sagen, damit: daß der Schöpfer dem Men-schen völlige Freyheit hat lassen wollen, aus dem Wachsealles zu bilden was ihm gefallt. Die Freyheit bezahltalles, und der Schöpfer hat nichts verschwendet. Erhat der Freyheit zwar ein großes, aber doch auch nurgerade das nothwendige Opfer gebracht, welches sieerforderte.
Auf