Eine Erzählung.
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erkalten könne. Er reisete also, sobald er konnte, nachSt. Claude, wo ihn der Großprior, der ein bestand gcrFreund ftines Vaters gewesen war, mit einer mehr alsgewohnlichen Höflichkeit aufnahm, und sich rech: vonHerzen frenere dem Sohn seines Freundes einige ange-nehme Dienste erweisen zu können. Allein nicht sobaldwaren du' ersten Frenndschastsbezengunge!: vorüber, alsJean le Grand auf den Zweck seiner Reise einlenkte, undnach und nach über die große Wahrheit: daß die Frey-heit ein unveräußerliches Recht des Menschen, undnichts billiger sey als daß ihm als einzigem Sohne dievarerliche Erbschaft verabfolget werde, — in ein sol-ches Feuer gerieth, daß es wenig fehlte, sie hatten beid:ihr Frühstück darüber vergessen.
Der Großprior, ein gutmüthiger Mann, welchendas funkelnde Auge des jungen Mannes nicht wenigbesorgt machte, antwortete ihm mit der äußersten Gut-heit: „Er scheine sich einen gar zu fürchterlichen Begriff„von dem LeibeigenthunH zu machen, welches wohl„ mehr von dem Namen, als der Sacke selbst, herrühre;„ehedem seyen die itzt sogenannten Leibeigene, Angc-„hörigc, Pfleabefohlne, Hausgenossen,„ Schutz v e r w andte, oder auch wohl K inde r der„Abtey gcneunct, und zur Familie *) des Klosters
„ gcrech-
bcr Abtey, St. Oyan; und hatte ein weitlauftigssibioix, oder mancüi' commun, worin die Luft leibeigenmacht. Ein Leibeigner der Abtey hatte diese Herrlichkeitfür freyes Gut besessen; und Dame Elaudüic, als seinenächste unhvrige Verwandrinn, machte Anspruchdarauf, nachdem die Abrey solche in den Srerbfall gezo-gen hatte.
*) Von Familie seyn, hieß ehemals so viel, als-zumHauS?gestnde eines Herrn gehören. Oe ssmüia Lrineipis«hieß von guter Familie.
Millers vcrm. Schriften t.PZ. Z