ZZ4 Ueber den sogenannten Aberglauben :c.
Setze du ihn. Nein, versetzte darauf der Erste, ich willnicht darum spuken gehn; und ich auch nicht, erwiederteder Letzte. Endlich baten mich beide, ich mogte denStein richten, wie ich glaubte daß er stehen müsse; undwie ich ihnen einen Vorwurf über ihre thorichre Spu-kerey machte, riefen beide: O wir mogtcn um allerWelt willen nicht die Nachrede haben, daß wir uns etwaszugeeignet hatten was uns nicht von Rechtswegen zu-käme; und so war ihre ganze Spukerey der kurze sym-bolische Ausdruck des edelsten Gefühls.
Anstatt nun überall die Reste des Aberglaubensunserer Vorfahren aufzuspüren, und ihnen solche zuräußersten Einfalt anzurechnen, sollte man den Geist oderden Sinn dieser ihrer Lehrmethode aufsuchen, und sehenob die Allegorie wohl erfunden und mit der gehörigenMäßigung gebraucht sey, und dann urtheilen ob es fei-ner gewesen sey, den Menschen in einen Wehrwolf, alsmit den romischen Dichtern Jupiter in einen Ochsen, zuverwandeln.
Wann