V?rgleichlmg eines alten und neuen Souper 209
rakter gehoben hatte, dem würde man durch das Mittelder Sprache nie einen Begriff davon beybringen. ..
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fiel hier die alte Gcncralinn ein; und befahl mit einersichtbaren Rührung ihrer Tochter, die zunächst bey demObristlieutenant saß, ihn für sein Urtheil zweyma? zuküssen: mit dem Beyfügen, sie würde es gern selbst ge-than haben, wenn sie noch vierzig Jahre jünger wäre. —Hier konnten meine Nachbarinnen sich der Anmerkungnicht enthalten: daß die Frau Generasinn in ihrer Ju-gend auch wohl ein wenig mit der Madame Warcnssympathisirt haben mogte.
Die Kopfe der Alten waren unterdeß durch denBefehl der Generalinn etwas heiterer und lebhafter ge-worden: und indem sie behaupteten, daß dieselbe beyeinem freundschaftlichen Souve' vielleicht itzt noch besserprasidirc als vor vierzig Jahren, kam man auf die Kunstmi Alter zu gefallen, und hier gerieth die vortrefflicheFrau in ein solches Feuer, daß meine Damen fast zu-gleich sagten : „Himmel! sie will noch briiiircn."
-Wie sie unter andern behauptet hatte, daß Gutesthun jedes Alter gefällig machen könne, und daß dasdamit verknüpfte Vergnügen weit süßer sey als die Liebe;widersprach ihr der Präsident, und deklamirtc mit demihm eigenen Anstünde folgende Verse, ich weiß nicht auswelchem alten Dichter:
Und wann ich auch einmal das seltne Glück ereile,Daß ich mir einem Freund mein beßres Erbe theile;So leidet nur mein Herz auf dieser seiner.höh.
Ihm thut des Freundes Dank und viele Mühe weh.Kann ich wohl meine Lust und Große mit ihm theilen?
Kann