zoo Vergleichlmg eines alten und neuen Soupe'.
Kann er mit so viel Ruh in meine Arme eilen,
Als ich Unglücklicher an seinen Busen flog?
Ist ihm so leicht als mir? Weiß er, was mich bewog:Ob Freundschaft oder Stolz mein zärtlich Herze lenkte?Als ich ihm gegen mich vielleicht nur Pflichten schenkte?Bleibt nicht sein edleS Herz stets furchtsam und beschämt;Kann ich versichert seyn, daß er flch niemals grämtMir dankbar und vielleicht beschwerlich seyn zu müssen?Und will ich dann auch nichts von seinem Danke wissen.Vermehr' ich nicht dadurch nur seine Quaal noch mehr,Wird seine Last nicht selbst durch meine Güte schwer?Wo aber bleibt nun hier des Wohlthuns eigne Freude,Der Liebe Süßigkeit bey gegenseirgcm Leide?
„Ist es doch nicht anders, Kusine, als wenn wirvon dem Theater waren!" horte ich die eine jungeDame zu der andern sagen; „und dazu noch solche Poe-sie, die in fünfzig Jahren keine Mode mehr gewesenist;"— indeß die Alten dem Präsidenten ein Bravo!zuriefen, und dabey ihre Glaser erklingen ließen.
Indem jetzt die Tochter der Generalinn mit dem Obrist-licutenant eine Pfirsiche theilte, und ihm die Halste da-von auf ihrer Hand reichte, gaben meine beiden Nachba-rinnen sich einander sehr bedeutende Blicke: und wie jenees merkte, cmvfohl sie ihnen doch auch eine mit mir zutheilen. Diese dankten aber so hastig und eifrig dafür,daß das gute Madchen, die sonst jedem in der Gesell-schaft Herz und Verstand zu geben weiß, ohne selbstwelchen zu zeigen, meinetwegen ganz verlegen darüberward, und vielleicht etwas Bitteres vorgebracht hatte;wenn nicht in dem Augenblick ihre Mutter mir die Hälfteeiner Pfirsiche mit den Worten zugeschickt hätte: siedurste mit ihrem guten Herzen auch noch wohl ein we-nig kokcttiren. Und wirklich diese gute Frau kokettirtewie die gottliche Vorsehung beym Filicaja, die ->ä unoUN stattn, aä olirn UN riko giebt, und, wenn sie auch
ihren