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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
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281
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Ueber die allgemeine Toleranz. 28r

sacke in seiner ersten Anlage hat, mag eine größere Mengeguter Gesinnungen und Thaten hervorgebracht haben,als der übertriebene Geist alles Purismus.

?l. Und noch herrlicher, daß einer sogleich seinLehramt niederlegen soll, so-bald er seinem ersten Be-kenntnisse nickt langer getreu bleiben kann, sondern diebesser erkannte Wahrheit vorzutragen sich verpflichtethalt!

Aber wie kann das anders seyn? Hier sindz. V. deistische und christliche Tempel: was hat nun derChrist für ein Recht, die deistische Gottcsvcrchrung znstören; oder der Deist, die christliche Gemeinde zu beun-ruhigen ? Beyde Theile sind und bleiben in unsrer Ko-lonie chrenfahig; aber der eine muß dem andern dieRuhe gönnen, die er selbst fordert. So muß ein Lehrerbey uns demokratisch lehren, wenn er von der Vortreff-lichkcit der Monarchie auch noch so sehr überzeugt wäre.

A. So soll also ein jeder Mensch, welcher ein Be-kenntniß das mit dem allgemeinen Zwecke der Kolonie be-stehen kann, und dafür erkannt ist, abgelegt hat, hie-sclbst chrenfahig seyn, und sogleich als Zeuge völligenGlauben haben?

B. Nicht doch; er soll nur die Rechtsvermuthungfür sich haben, bis daß ein andrer den Gegenbeweis füh-ret, daß er seinem Bekenntnisse zuwider gelehret odergehandelt habe. So fragt man unter den Christen einenZeugen: wann er das lctztemal zum Abendmahlegewesen? um zu erfahren, ob er seinem Bekennt-nisse getreu geblieben sey; und findet man daß ersich des Abendmahls binnen Jahresfrist nicht bedienthat, so wird er nicht für cbcnglaubig und chrenfahig ge-halten: man begrabt ihn als einen Ehrlosen, wenn eralso verstirbt. Alles dieses macht einen jeden aufmerk-sam auf sein Bekenntniß; und mit derZeir ist er so daran

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