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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
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277
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Ueber die allgemeine Toleranz. 277

mit andern Worten, an eine besondre Offenbarung hiel-ten, sogleich vor, sich mit ihnen nie durch Hciratheu zuverbinden. Dieses Volk, sagten sie, ist unrein; derVater schlaft gewiß heimlich bey der Tochter, da er esöffentlich nicht thun darf; und wenn wir gleich in un-sern Polizeygesetzcn eine Probe festgesetzt haben, worandie unbefleckte Keuschheit einer Braut erkannt werdenkaun, um dergleichen heimlichen Greueln Einhalt zuthun; so ist doch diesem Volke, das sich bloß äußerlichden Gesetzen unterwerfen, und innerlich die vollkommen-ste Glaubensfreiheit behalteil will, keinesweges zu trauen.

Dies gab der allgemeinen Duldung abermals einenStoß; so, baß endlich die Weisen wieder zusammen tre-ten mußten, um auf Mittel zu denken, wie der inner-liche Mensch mit dem äußerlichen zu vereinigen, oder jedegesetzmäßige Handlung desselben auch aus seinem Glau-ben herzuleiten sey. Jedoch ich muß hier abbrechen.Also von dem weitem Erfolg nächstens

Dritter Brief.

^ch kann Sie, liebster Freund, von demjenigen, wasin der Versammlung der Weisen vorgefallen ist, nichtbesser unterrichten, als wenn ich Ihnen die ganze Unter-redung, so wie ich solche selbst mit angehört, und gleichnachher aufgeschrieben habe, hiemit vorlege. HörenSie also:

A. Ich dächte, es wäre immer noch besser, wirließen einen Jeden glauben was er will, und erfordertenvon Keinem ein Bekenntniß seiner Meinungen.

B- Also auch kein Bekenntniß seiner moralischen?

S g A-