lieber die allgemeine Toleranz.
Mannes den Tod gegeben hatte; man erfuhr, daß Ver-schiedene von ihnen gar kein Eigenthum erkennen, undalles was Gott erschaffen hat, in Gemeinschaft habenwollten; man erfuhr, baß Einige gar nicht zur Landcs-bcrtheidigung folgen und fechten wollren, und der Obrig-keit die Macht zu strafen streitig machten. --- M.t einemWorte, man erfuhr so viel, daß es unmöglich schien,solche Leuie für ehrenhast zu erkennen, und mit ihnenGlück und Unglück zu bestehen.
Man hielt es also für Pflicht, und für die allge-meine Ordnung nothig, denselben eine ernstliche.Borst l-lung zu thun. Aber, wie groß war das Erstaunen, alsman die Antwort hören mußte: „Wie? das allgüuge„ Wesen sollte es dem Vater versagt haben, bey ft.ner„Tochter zu schlafen, die ihm zugehört? sollte es der„Mutter wehren, für alle ihre Mühe, die sie mit Erzeu-gung und Erziehung ihres Sohns gehabt, seine Erst-linge zu fordern? sollte die Hcirarh zwischen Schwester„ und Bruder jetzt mehr mißbilligen, als es sie im An-lange der Welt gcmißbilliget hat? sollte dem Menschen,„den es zum Genuß aller Freuden erschuf, nicht mch-„rere Weiber vergönnen; oder ihn wohl gar zwingen,„sich mit einer einzigen, die sein ganzes Leben verbittert,„zu begnügen? sollte das Opfer des Erstgebornen, das„theureste was ein Mann ihm bringen kann, nicht gerne„annehmen? oder auch einem Vater verwehren, alleu-„ falls seine neugebornen Kinder, welche er nicht ernah-„ren kann, ins Wasser zu werfen?" Mit einemWorte, jeder wußte das allweiseste allmächtigste und all-gütigste Wesen besser in seinen Kram zu ziehen, als lsieweiland natürliche Madame Warens die Philosophie,
oder ein Betrunkener Gottes Barmherzigkeit. Wie
es aber hart gewesen seyn würde, jemand zu zwingen,wider seine Ueberzeugung zu handeln; also konnte manMvserS v«»m. Schrift«!». »,Pd. S auch