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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
270
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27O Ueber die allgemeine Toleranz.

des Glaubens, und die Unschuld des Irrthums, auf ihreguten moralischen, physikalischen und politischen Eigen-schaften. Die Antwort war immer: das Vertrauenlasse sich so wenig wie der Glaube erzwingen. BeideTheile folgten mit gleichem Rechte ihrer Freyheit zu den-ken : die Atheisten, indem sie keinen Gott glaubten; unddie andern, indem sie einem Atheisten in keinem Stücketraueren. Und damit bficb der Stärkere oben, vonRechtswegen.

Nächstens will ich Ihnen melden, wie es uns wei-ter gegangen.

Zweyter Brief.

Nachdem der Schluß wider die Atheisten, wovonich Ihnen in meinem Vorigen Nachricht gegeben habe,gefaßt war, fing man endlich an, die Glaubensbekennt-nisse derjenigen, welche einen Gott glaubten,. zu untersuchen; setzte aber doch, zu Verhütung allerMißdeutungen (wiewohl meiner Meinung nach, sehrüberflüssig) fest: daß man sich bloß wegen einer in die-ser Kolonie allein chrenfähig machenden Religionvereinigen, und übrigens dem lieben Gotte auch nichteinmal oas Recht streitig machen wolle, einen frommenAtheisten, dessen Verstand nicht so weit reichte um einhöchstes Wesen zu erkennen, selig zu machen. Wie dennauch keiner von diesen aus der Versammlung ging, demnicht einer oder der Andre die Hand drückte, und ihmseine Kasse anbot wenn er sie nothig hatte. Das indivi-duelle Zutrauen blieb also nach wie vor; aber man konnteund wollte es nicht zur General-Zwangs-Regel machen.

In