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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
213
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Der Cölibttt der Geistlichkeit. 21 z

Gedanke von Trennung der geistlichen und weltlichenMacht, und von der Hoffnung damit dem geistlichenoder weltlichen Despotismus zu wehren, eine bloße Spe-kulation seyn, da sich an dem Orte wohin wir nun ein-mal verschlagen sind, und wohin alle Staaten, die thco-kratschen am ersten, früh oder spat verschlagen werden,durchaus alle Kräfte vereinigen müssen, um ihn gcge»auswärtige Ucberfälle zu vertheidigen, und sonach nichtdie Frage ist, von dem was das Beste sey, sondern wasdie Noth erfordere? Diese aber erfordert jetzt, in unsermerleuchteten und Hochgespanuten Jahrhundert, unwider-sprechlich: sowohl daß die geistliche Macht uns armeLaien nicht außer dienstfertigen Stand setze, als daß siesich gegen die weltliche fo verhalte, wie es das allgemeineBeste, das ist jener Nothstand, befiehlet. Beweisetnicht eben die Geschichte, daß die Trennung der geistli-chen und weltlichen Macht, welche vor Nimrods Geburtso manche Fanülicnsiaatcn glücklich machte, auf dieDauer nirgends bestehe, und sobald nur ein Staat alleseine Kräfte zur Unterdrückung anderer anspannet, derNachbar ein gleiches thun müsse um sich zu erhalten?Mau hat hier nicht mehr zu wählen, sondern bloß daseinzige Mittel zu ergreifen, was in unsrer Macht ist."

Gut, liebster Freund! Die Sache mag nicht ohneSchwierigkeiten seyn; aber desto schlimmer ist es aufalle Fälle, den Geistlichen, und besonders den Hohen,das Gelübde der Keuschheit nachzulassen. In England,wo der Adel ein beständiges Majorat ist, und die jün-ger» Sohne nicht den Adel, sondern bloß die Majorats-fähigkcit auf den Fall der Erofnung behalten, bis dahinaber sich in jedem Stande ehrlich ernähren können, kannauch der Sohn eines Bischofes sich mit der Menge ver-mischen. Zu Deutschland hingegen, wo die Bischöfe

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