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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
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und Litteratur.

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Zwar können wir ans diese Weise leicht auf Irr-wege gerathen. Denn indem wir tief in uns zurückge-hen, und was wir also empfinden, ausdrücken; ver-lassen wir einen Pfad, welchen auch schon Meister voruns geebnet haben, und gerathen leicht auf Verhaltnisse,die wir hernach mit der Rechnung nicht bezwingen kön-nen; »der wir folgen, wie Göthe in Werthers Leiden,bloß der erhöhcten Empfindung, und opfern die logischeWahrheit der ästhetischen auf. Allein wir bringen dochdamit eigne edle Erze zu Tage, und es werden sich dannauch Philosophen unter uns finden, welche sie prüfen,läutern und zu großen Werken verarbeiten werden.

Ich will jedoch hiemit gar nicht sagen, daß wiruns nicht auch fremdes Gut zu Nutze machen sollen.Wir müßten unsern Hagedorn, der mit so vielemFleiße als Erfolge nach den größten Meistern unsrerNachbarcn studiret und ihre schönsten Früchte bey unseinheimisch gemacht, und veredelt hat, nicht lieben; wirmüßten undankbar gegen Gleim, Ramler und dieKarschin seyn, welche deutsches Gut mit römischerKunst bearbeitet, und unserer Sprache neue Kraft ver-schaffet haben; wir müßten unsern geliebten Gellert,der in seiner schönen und kunstvollen Nachläßigkcit seineMeister übertroffen hat, vergessen haben, wenn wir die-ses chun wollten. Mein Wunsch ist nur, daß wir unsvon dem Könige nicht so einzig an die großen Ausländerverweisen lassen, und unsern Götzen von Berlichingensogleich mit Verachtung begegnen sollen. Auch dieKlinger, dieLenzc und die Wagner zeigten in ein-zelnen Theilen eine Stärke wie Herkules, ob sie sichgleich auch wie dieser zuerst mit einer schmntzigen Arbeitbeschäftigten, und vielleicht zu früh für deutsche Kunstund ihren Ruhm verstürben. Und es bedürfte nur noch

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