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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
195
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und Litteratur.

schone gerade Ganze, gcschorne Hecken, herrliche schoneObstbaume paarweise geordnet oder künstlich gebogen,Blumenbeete wie Blumen gestaltet, Lusthauscr im fein-sten Geschmack und das alles so regelmäßig geordnet,daß man beym Ans- und Niedergehen sogleich alle Ein-thcilungen mit wenigen Linien abzeichnen kann, und mitjedem Schritte auf die Einheit stoßt, welche diese wenigenSchönheiten zu einem Ganzen vereiniget. Der Engli-sche Gärtner will lieber zur Wildniß übergehn, als mitdem Franzosen inPcrceaux und Charnullen eingeschlossenseyn. Fast eben so verhalten sich die Jtalianer undDeutsche, außer daß jene sich in ihrer Art den Franzo-sen und diese den Engländern, ihren alten Brüdern,nähern und mehr Ordnung in die Sachen bringen.

Welcher von diesen beiden Wegen sollte nun aberwohl der beste seyn: der Weg zur Einförmigkeit und Ar-muth in der Kunst, welchen uns der Conventionswohl-ftand, der verfeinerte Geschmack und der sogenannte guteTon zeigen; oder der Weg zur Mannichsaltigkeit, denuns der allmächtige Schöpfer crofnet? Ich denke immer:der letztere, ob er gleich zur Verwilderung führen kann.Denn es bleibt doch wohl eine unstreitige Wahrheit, daßtausend Mannichfaltigkciten zur Einheit gestimmt, mehrWürkung thun als eine Einheit worin nur fünfe ver-sammlet sind; und daß ein zweychoriges Heilig vonBach etwas ganz anders sey, als die schönste Arie, diesemag noch so lieblich klingen.

Selbst die Macht womit der Geschmack an den eng.lischen Gärten jetzt ganz Europa überwältiget, kann unslehren, daß der Weg zur Mannichsaltigkeit der wahreWeg zur Große sey, und daß wenn wir nicht ewig indem Ton der Galanterie, welcher zu Zeiten Ludcw gs

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