der Evang. und Kathvl. Kirche. 18 z
würde: ebensowenig wird das Kardinalsksttegium zueinem solchen Schritte rathen. Und so bleibt nur dereinzige Weg zur Vereinigung übrig: daß katholi-scher Seits in Ansehung der Glaubenslehren nichtsnachgegeben werde.
Protestantischer Seits scheint man dieses gar nichtzu bedenken, wie ich aus manchen Vorwürfen schließe,die hie und da den Katholischen darüber gemacht werden,warum sie ihre Kirche die allein seiigmachende nennen?oder warum sie dieses oder jenes, was den Protestantenganz unvernünftig dünket, nicht vorlausig abstellen?Allein steht dieses in des Kaisers, oder des Papstes, odereines Bischofes Macht? und kann man mit Billigkeitvon ihnen fordern, daß sie etwas abstellen sollen, wasvon ihnen nicht abhangt, und worüber sie sich nicht er-klären können, ohne in fremde Rechte zu greifen? —-Mit einem Worte: ohne Kirchenversammlung ist dieformliche Vereinigung unmöglich: und an jene ist garnicht zu denken.
Ueber