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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
181
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der Evangel. und Knchol. Kirche. i8r

kungskreis aufzuheben, und somit die Monarchie derKirche in eine Aristokratie zu verwandeln.

Der Plan zu unsrer Vereinigung, edler Menschen-freund, ist demnach also anzulegen: daß zuerst diepolitischen, und hernach die theologischen Schwierig-keiten geebnet werden; und wie hiezu der erste Schrittzu machen sey, das wünschte ich von Ihnen zu verneh-men. Jetzt wird die protestantische Kirche allein von derBibel beherrscht: einem Fürsten der ruhig aus demThron sitzt, nicht den geringsten Aufwand erfordert, sichvon jedem Menschen sprechen und keinen ohne Trost vonsich laßt; man findet bey ihm alles was man sucht.So bequem und wohlfeil hat es die katholische Kirchenicht; sie hat ein Oberhaupt mit dem reprasentirendcnCharakter der Gottheit. Dieses erfordert allein zweyund siebenzig Kardinale, und eine Suite O lie-ber Pater! ich fürchte, ich furchte, es wird nichts dar-aus ; wir sind zu sehr an unsern guten Herrn und an dieFreyheit gewohnt. Indessen erwarte ich doch noch IhreVorschläge, und eine kleine Antwort auf folgende Fra-gen : Sollte es für Oestreich rathsam seyn, Preußen zur ka-tholischen Religion zu bringen, und sich damit einerseitsaller der Vortheile zu begeben welche ihm aus der jetzi-gen Trennung zuwachsen, und anderseits sich zu derihm unter den itzigen Umstanden ewig bestimmten Kaiser-krone einen mächtigen Mitwerbcr zu erwecken? Sollteden mindermächtigen so wohl katholischen als evangeli-schen Ständen so sehr damit gcdienet seyn, daß ein künf-tiger Friedrich und eine künftige Maria Theresiafür sich und ihre Staaten sich am Altare vereinigten?Sollte der Papst bey der itzigen Einigkeit der Bourbonesich besser stehn, wenn die Religionstrennung, und mitdieser die Eifersucht aufhorte, welche Karls V Nachfol-

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