der Evangel. und Kalhol. Kirchs. 177
Männer, die dem Staate gedient und nicht viel erübrigetharten, gleichsam auf öffentliche Kosten versorgt würden;uno wodurch der Fürst dem Lande eine Pension, sich selbstaber dieBekummerniß ersparte, seinen Bedienten wie denSoldaten das Heirathcn unrersagen oder ihnen aufchinesische Art begegnen zu müssen: denn eines von beidenmüßte doch geschehn, um die Zahl der Drohnen, welchekeinen Honig eintragen, zu vermindern. Wahrschein-lich würden sehr wenige in dem Freyjahre ihre Entlas-sung verlangen, sehr viele aber mit dem Gedanken, daßsie ihre Freyheit erhalten konnten, ruhiger beten undschlafen.
Ueber die guten Werke würden wir uns leicht dahinvergleichen, daß nur die Werke des natürlichen (unge-tansten) Menschen vor Gott nichts gelten; aber dieWerke eines Christen, dem das Verdienst seines Erlöserszugerechnet wird, nach dem Verhältniß dieser Zurech-nung, verdienstlich heißen sollten. Der Gedanke reizetimmer mehr und mehr zum Wohlthun.
Auch, dächte ich, würden wir uns wegen derMesse, wenn wir nur das unblutige Ovfcr in dem rechtenVerstände nahmen, und Ihr Euch nur ein wenig schlich-ter darüber ausdrücktet, noch wohl vereinigen; und dieUnfehlbarkeit der Kirche dürfte dem wenigsten Zweifelunterworfen seyn. Denn auch bey uns ist die Stimmedes Volks die Stimme Gottes, und die Stimme einerordentlich berufenen Kirchenversammlung, die Stimmedes heiligen Geistes, der sich ein jeder unterwerfen muß,weil es keine Engelversammlung giebt, woran man vondem Aussprache der Kirche appelliren konnte. Und wennwir auch einmal eine Reformation vornehmen, und dieSonne, welche in der ersten Kirche um die Erde ging, inder jetzigen stille stehen lassen: so beweiset dieses nichtsMöscrS verm, Schrift«». i.M. M gegen