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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
169
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Schreiben an einen Oberrabbiner. i5Z

dreyeinig finden. Denn der Ewige der d as Gcsctz er-'füllt hat, und der gottliche Geist der die nun unsterbli-chen Menschen zur Seligkeit führen soll, müssen in die-sem System von Ewigkeit her in dem einigen Gott zusam-men verbunden gewesen seyn; ob sie sich gleich den Men-schen nur spater offenbart haben. Es hat aber Keinerbey dieser spatern Offenbarung verloren, weil auch die-jenigen die vorhin der Unsterblichkeit würdig gelebct hat-ten; die frohe Botschaft des Lebens im Grabe empfingen,und zum ewigen Leben eingegangen sind.

Alles, was Sie mir wider die Versöhnung unddas Erlösungswerk gesagt haben, fallt hiermit weg.Denn es kommt in diesem System lediglich auf die Er-füllung des Gesetzes an, des Gesetzes das alle Men-schen zum ewigen Tode verdammte. Haben Ihre Vor-fahren hierin einen erzürnten Gott erkannt, und dieseskönnen Sie mir nicht leugnen: so kann es uns nicht ver-dacht werden, wenn wir ihn, nachdem jenes Gesetz auf-gehoben ist, versöhnt; und den Tod desjenigen, der dieAufhebung oder die Erfüllung bewirkt hat, die Versöh-nung Gottes nennen. Aber Ihr letzter Einwurf: daßnehmlich auf diese Weise unsre ganze Religion eigentlichweiter nichts als die Lehre von der Auferstehung odervon der Unsterblichkeit der Seele, und von den Mittelnsey uns dieser Gnade würdig zu machen, soll bey mirals eine Wahrheit gelten. Unser Evangelium ist die froheBotschaft von der dem menschlichen Geschlechte wiedererworbenen Unsterblichkeit; und so oft Paulus zur Re-chenschaft wegen seiner Lehre gezogen wird, dringt ergleich auf das letzte Resultat, auf die Auferstehung vonden Todten, und auf dasjenige was diese Aussicht vonuns fordert.

So