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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
153
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Sendschreiben an Hcrrn von Voltaire. 15z

Vater dem Teufel, und von seiner Mutter der Megäre.Doch genug, er besaß sie,- und spottete seiner Feinde,die ihre Niederlage durch possierliche Erdichtungen be-schönigen wollten.

Ja, der Papst Leo der Zehnte gestand die Schönheitseines Mistes. Die Kaiser Maximilian und Karl derFünfte, ließen ihn, eben die Gerechtigkeit wiederfahrcn.Seine Schriften verbreiteten sich so geschwinde in dieWelt, daß sie schon einen Monat hernach, nachdem siedie Presse verlassen hatten, in Rom waren, ohne daß sievon den gelehrten Zeitungen waren angekündiget wor-den. Es fehlt ihm also nur noch Ihre Hochachtung,mein Herr, welche ich höher als den Beyfall der Papsteund Kaiser schätze.

Diese verdient er um so mehr, da sein Charakterans großen Eigenschaften zusammen gesetzt war, unterwelchen sich vielleicht ausdrücklich darum einige Schwach-heiten finden mußten, um zu zeigen, daß er ein Menschund ein Mönch gewesen.

Die Vorsicht hatte ihm ungestüme Leidenschaften,gls Triebfedern erhabener Tugenden, gegeben: einenedlen Ehrgeiz; eine Herzhaftigkeit, die so gar der Geistelichkcit Kopf bieten konnte; einen heftigen Geist, derziemlich im Stande war, aus so nützlichen SchemenVortheil zu ziehen. Kurz, man kann sagen, daß, wennGott der Kirche den Papst Julius den Zweiten darum ge-geben hatte, weil sie nach dem Urtheile des KardinalsPallavicini eines kriegerischen Papstes bedürfte, Lutherdem Ansehen nach durchaus dazu bestimmt gewesen sey,das große und damals schr nöthige Werk der Reforma-tion zu vollbringen.

Er