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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
151
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Sendschreiben an Herrn von Voltaire. 151

den Hauptstreich zu vollführen, war Litthern allein vor-behalten, der so wie die Schwedische Armee, da sie vonallen ihren Mitten in dem großen Deutschen Kriege ver-lassen war, ohne Anfrage durch das Gebiet der Fürstenging, ohne Erlaubniß Winterquartiere bezog, und deralle die eigennützigen Absichten verachtete, welche beyden größten Unternehmungen sich gemeiniglich mit ein-zuschleichen pflegen.

Er war zwar der Anführer einer Sekte, aber kei-ner Rotte. Er folgte dem Mornai darin, daß erdie Schlachten verdammte, seinen Herrnbeklagte, und ihm gehorchte*). Und diesesmacht den wahren Charakter eines Unterthanen aus,der in Religionssachen anders denkt wie sein Fürst.Der öffentliche Gottesdienst hangt bey uns von demLandesherrn ab. Er hat die Gewalt, die Lehre seinerKirche nach den Grundgesetzen seines Staats zu be-stimmen; allein die Entscheidung lassen wir auf unserGewissen ankommen, und ein Jeder hat die Freyheit zuglauben, was er nach seinen Einsichten für richtig er-kennet.

Es ist zwar eine große Demüthigung für diemenschliche Vernunft, daß so viele Sekten nach Luthernentstanden sind. Allein, hat man jemals auf das Evan-gelium Jesus die Thorheiten der Sekten geschoben,welche das Christenthum trennen, und die sich alle aufdas Evangelium berufen?

K 4 Nach-

seiner katholischen Geschichte seiner Zeit (kUlk. carliol.äs non-e leius.) u. VII. kol. c)i. nach VaylenS An-führung.

S, die Henriade.