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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
143
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Sendschreiben an Herrn von Voltaire. 14z

fchast sind: so ist es doch nichts destowcniger wahr,daß die gelehrten Subtilitaten dieses spitzfindigen Kopfesund die hochweisen Chikanen seiner Anhänger übernichtswürdige Dinge, von der gründlichen Gelehrsam-keit Luthers so sehr unterschieden sind, als die Kunstdes Ackerbaues von dein Cartcsischcn Wirbelspstem.Desgleichen fehlte auch der Kardinal von Rez, welcherdie besten Entwürfe von der Welt machte, und die In-triguen mit aller möglichen Feinheit einzufädeln wußte,allezeit in der Ausführung. Er kann daher auchnicht mit dem D. Martin verglichen werden, dessen Un-ternehmungen einen Verstand verriethen, der vermögendwar sich sogleich aller Vortheile zu bemächtigen, ohneeinen einzigen zu verlieren.

Diese Betrachtungen hatten mich bald überredet,daß Sie, mein Herr, vielleicht niemals Muße genuggehabt hatten, die Schriften Luthers zu lesen, die, ichweiß nicht wie viel Folianten ausmachen, und nacheinem Geschmacke gedruckt sind, den Sie gothisch nennenwerden, auch gemeiniglich auf eine solche Art eingebun-den sind, daß sie in einem Bücherkriegc füglich zu Kü-rassieren dienen känncn. Doch bep Durchlcsung derStimme des Weisen und des Volks habe ichmeinen Irrthum gemerkt. Ich ward gewahr, daß dieGrundsatze welche Sie daselbst in ein neues Licht gestellthaben, eben dieselben sind welche durch die Reformationgeltend geworden, und durch welche wiederum die Re-formation in den Staaten geltend gemacht ist, wo manein wenig auf den Nutzen des gemeinen Bestens auf-merksam gewesen.

Wenn

*) S. lecnnssam lecunMe gn. 15z, Art. 12, Z4.

und dessen Kommentator den Kardinal.